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Was hat Krav Maga (KM)

 mit Aggressionsbewältigungskurse (ABPro)  zu tun?

Geschrieben von Sabi Uskhi

Was hat Krav Maga (KM) mit AM zu tun? Warum können wir mit Krav Maga auf der einen Seite Selbstverteidigung und Nahkampf, Fighting Fitness und letztlich Überlebenstechniken und -taktiken lehren und andererseits etwas, was auch unter den Stichworten “Meditation” oder “Achtsamkeit” daherkommt? Mithin also einerseits etwas, was gerne mit Begriffen wie “hart” oder “tough”, “ruppig” und “rau” assoziiert wird, andererseits “weich” oder “innerlich”.

Ganz einfach. Weil es in beiden Fällen unterm Strich um eins geht: Stress.

Wenn man so will: Stressbewältigung. Der Umgang mit Stress, die Bewältigung von stress-intensiven oder stress-reichen Situationen.

Ein Angriff auf die körperliche, geistige oder seelische Unversehrtheit stellt immer die intensivste, weil existenziell bedrohlichste Form von Stress dar. Schließlich ist unsere Stress-Physiologie mit der Fight-or-Flight-Reaktion in grauer Vorzeit entstanden als es ums Leben ging, wenn der Säbelzahntiger nahte. Darauf kommen auch Anti-Stress-Lehrer aus therapeutischem oder psychologischem Umfeld zurück, wenn sie erklären wollen, was in unserem Körper an hormonellen bzw. biochemischen Abläufen passiert, wenn wir im Alltagsstress sind – und der Säbelzahntiger mittlerweile eine stressige Beziehung in der Familie oder im Beruf ist.

Unser Körper-Seele-Geist-System mit dem Gehirn als bewusster und unbewusster Steuerzentrale reagiert entlang den in einer jahrzehntausendelangen Evolution angelegten Mechanismen. Wir alle, die wir heute leben, sind die Nachfahren von Feiglingen oder Paranoikern – denn gegenüber dem Säbelzahntiger dürfte sich Sorglosigkeit, Unvorsicht, Tollkühnheit u.ä. Eigenschaften als suboptimal erwiesen haben. Wer aber vorsichtig, zurückhaltend, misstrauisch, sozusagen paranoid oder feige war, überlebte – und gab seine Gene weiter, in dem er/sie sich mit einem anderen Feigling oder Paranoiker fortpflanzte.

Vorsicht und Angst sind erst einmal sehr sinnvolle, schützende Mechanismen. Und unser Gehirn ist nicht an unserem Glück interessiert, sondern an Systemerhalt. Es bewertet vermeintliche oder tatsächliche Gefahren und Gefährdungen immer höher als angenehme, freundliche Erfahrungen. Es richtet die Aufmerksamkeit des Gesamtsystems immer mehr auf negative denn auf positive Impulse in der Umgebung.

Nervosität, Unruhe, Anspannung, Angst sind Stress-Merkmale im Kampf bzw. einer gewalttätigen Situation – und zwar in kürzester Zeit hochverdichtet auf die Spitze getrieben. Nervosität, Unruhe, Anspannung, Angst sind Stress-Merkmale vo posttraumatischen Belastungsstörungen – ob diese im Krieg entstehen oder die Folgen einer zivilen Gewaltanwendung wie Raubüberfälle, Schlägereien, sexuelle Übergriffe und Missbrauch sind. Nervosität, Unruhe, Anspannung, Angst samt Schlaf- und anderen -störungen sind aber auch Stress-Merkmale des Alltags mit Familie und Arbeit, Geld- und Zukunftssorgen als vordringlichen Stressoren.

Also geht es einerseits um eine kurzfristige Spitzenbelastung im Falle einer plötzlichen existenziellen Bedrohung und Gefährdung, andererseits um die langfristig wirkende, permanent nagende und die Energien aushöhlende niedrigschwellige Dauerbelastung des Alltags-Stresses. Bei einer Gewalttat mag man dabei noch positiv finden, dass es zu einer tatsächlichen Fight-or-Flight-Reaktion kommt, die zum Abbau der ausgeschütteten – und akkumuliert krank machenden – Stress-Hormone führt. Im Alltags-Stress dagegen geht die Cortisol-Anhäufung gar mit einer Reihe von Zivilisationskrankheiten einher, wie Herz-Kreislauf-Problemen, Krebs, Depression, Burn-Out etc.

Denn unser Gehirn kennt keinen Unterschied zwischen kleinen und großen, vermeintlichen oder tatsächlichen Gefährungen oder Beeinträchtigungen. Dauer-Stress bedeutet Dauer-Alarmzustand – etwas, womit das menschliche Gesamtsystem letztlich nicht fertig wird. Die Entwicklung des Achtsamkeit, etwa mittels des westlich-wissenschaftlich evaluierten ABPro-Programms, gilt hierfür als “Gegengift”. Ein Heilmittel, das hilft, Ruhe, inneren Frieden, ja Glück zu finden.

Wer nach den Begriffen “Achtsamkeit” oder “ABPro” mit Hilfe einer Internet-Suchmaschine forscht, wird häufig auf Anbieter der ABPro-Achtwochenkurse stoßen, die aus dem therapeutischen Umfeld stammen oder aus anderen Sozial- bzw. Gesundheitsberufen. Einen Krav Maga-Instructor wird man darunter kaum finden. Dabei ist ein Krav Maga-Instructor ein Stress-Experte per se. Vielleicht sogar noch mehr – weil er die auch andere Seite kennt (von den modernen, menschlichen Nachfahren des Säbelzahntigers mit Raubtiermentalität haben die Kollegen aus Psycho- & Therapiezunft häufig wenig praktische, sondern mehr theoretische Kenntnis).

Allerdings ist ein qulifizierter Sozial- oder Gesundheitsberuf notwendig, um eine vom Center for Mindfulness in Massachusetts (die Wiege des ABPro) anerkannte ABPro-Lehrer-Ausbildung beim MAA-I zu absolvieren. Diplom-Sozialpädagoge etwa. Meinem Studium an der FH Erfurt ist es zu verdanken genau diese Unterschiede zu vereinen und sensibel genug zu sein um es zu verstehen.

Wenn ich also sowohl Krav Maga unterrichte als auch als AB-Kursleiter fungiere, sehe ich darin keinen Widerspruch. ABPro wird mittlerweile in der Stress-Vorsorge wie Stress-Nachsorge bzw. Behandlung von Posttraumatischen Belastungsstörungen bei Polizisten oder Soldaten eingesetzt, und warum sollte man nicht nach Gewalterfahrungen traumatisierten Menschen helfen, wieder ins Leben zu finden? Bzw. ihnen zu helfen, in die zivile Gesellschaft zurückzukehren? Das würde doch etwa für Feuerwehrleute und Rettungssanitätern, die häufig extreme Erfahrungen machen – man denke ans ICE-Unglück von Eschede -, auch gelten… Ich denke, für Leute aus “robusten” Berufen muss es auch Ansprechpartner geben, die ihr Denken & Verhalten kennen und verstehen, ihre Sprache sprechen, aus ihrem Holz geschnitzt sind.

Aber selbstverständlich richtet sich unser Angebot auch an alle Leute aus allen Berufen, allen Schichten, allen befindlichkeiten. Letztlich geht es immer um dasselbe. Wenn ich ein Krav Maga-Basisseminar halte, pflege ich häufig am Ende eine Geschichte zu erzählen. Darin geht es um eine Diskussion unter Kampfexperten, was denn bloß das Beste sei, was man zu Krav Maga dazu üben könnte. Vielleicht Boxen? Vielleicht Brazilian Ju Jutsu? Vielleicht Langlauf?

Schließlich sagt einer: Das Beste, was man zum Krav Maga dazu üben könnte und sollte, ist: Be happy.

Wer sich selbst verteidigen kann, seiner selbst sicherer ist, fühlt sich sicher und weniger angespannt oder von möglichen Gefährdungen beeinträchtig. Und so sind Krav Maga und Achtsamkeit bzw. ABPro nichts weiter als zwei Seiten einer Medaille, bei der es letztlich immer um geistig-seelische wie körperliche Unversehrtheit, Gesundheit im umfassenden Sinne – also: Glück geht. Oder um Selbst-Verteidigung – die Verteidigung des Selbst gegen äußere und innere Feinde.

Stress ist unvermeidlich. Ein einziger Stress, das ganze Leben. Man muss lernen, damit umzugehen. D.h., es geht immer um die Stärkung der eigenen physischen und psychischen, d.h. mentalen Ressourcen.

P.S.: Im Übrigen hat eine solche Kombination aus Kampf- und Heilmethode geradezu schon Tradition. In den klassischen Kampfkünsten – speziell dem chinesischen Kung Fu – gab es häufig Lehrer, die Kämpfer und Heiler gleichermaßen waren. Im klassischen Karate oder besonders dem hierzulande wenig bekannten und verbreiteten Shorinji Kempo (einer japanischen Form des chinesischen Shaolin Kung Fu) ist die Einheit von Körper und Geist grundlegend – und damit gehört die Ausübung “harter” wie “weicher” Bestandteile (Meditation, Qigong) zum Programm.

Die fünf goldene Praxistipps für Prävention und Fitness.

Praxistipp Nr. 1:

 

Körperliche Fitness ist die Grundlage für das menschliche Leben. Fitness liefert den Menschen die Fähigkeit die Aufgaben des Alltags mit voller Kraft zu erfüllen, ohne die Angst zu haben, diese nicht zu Ende zu bringen. Eine gute Fitness enthält zusätzlich Reserven, um eine anschließende Müdigkeit zu vermeiden sowie extra Energie als Reserve zu liefern, wenn sie in Stress oder Krisensituationen benötigt wird.

Eigentlich ist es banal, Fitness kann durch Übung erworben werden. Allerdings gibt es verschiedene Bereiche, die gezielt angesprochen werden sollten, um die Gesundheit des Menschen optimal zu unterstützen:

- regelmäßiges Training
- kardiovaskulärer Bereich
- kraft
- gesunde Ernährung

- mehr Gesundheit

 

 

 

Praxistipp Nr. 2:

 

Regelmäsige Bewegung / Training

Wie die Nahrungsaufnahme und die Atmung gehört auch die Bewegung zu den lebensnotwendigen Funktionen des menschlichen Körpers. Regelmäßige körperliche Aktivität hat auf alle Körpersysteme einen positiven Einfluss – nicht nur auf Herz und Muskeln, sondern auch auf weniger offensichtliche Bereiche des Körpers wie Knochen, Verdauungssystem und Gehirn.

Bewegung fördert die seelische Ausgeglichenheit, verhindert Gewichtszunahme und Fettleibigkeit und verringert das Risiko degenerativer Erkrankungen im Alter. Jede regelmäßige sportliche Betätigung fördert das Wohlbefinden im Alltag und erhält langfristig die Gesundheit.

 

 

Praxistipp Nr. 3:

 

Muskelaufbau

Gerade Männer sollten in ihrem Krafttraining drauf achten, dass die Muskeln aufgebaut werden.  Nicht nur das man etwas für Schönheit tut: Altern verursacht nämlich eine Abnahme der Muskelmasse von 2-3 Kilo in jedem Lebensjahrzehnt. Das Sprichwort “nutze oder verliere es” gilt ganz typisch für Muskeln. Aber glücklicherweise gibt es eine einfache Lösung. Den Verlust der Muskelmasse kann durch gezieltes Training entgegengewirkt werden.

 

 

Praxistipp Nr. 4:

 

Ernährung

Es kann nicht oft genug wiederholt werden, eine gezielte nährstoff- und ballaststoffreiche Ernährung ist essenziell für das Wohlbefinden des Menschen. Durch die häufige Sitztätigkeit ist es wichtig, dass die Darmfunktion ausreichend stimuliert wird. Im Alter kommt hinzu die Aufgabe, die richtigen Nährstoffe in ausreichender Menge zur Verfügung zu stellen. Gerade alte Menschen leiden oft unter einem Mangel an Vitamin und Mineralien. Fett, Kohlenhydrate und Proteinen sollte sorgfältig ausgewogen sein. In der heutigen Zeit werden viel zu viel Fett und Kohlenhydrate eingenommen, während Proteine eher in zu geringem Maßen genossen werden.

Daneben gibt es noch einige weitere wichtige Regeln für eine gesunde Ernährung:

    •    viel Wasser trinken, insbesondere bei Belastung

    •    regelmäßig üben und dabei die richtige Technik anwenden

    •    Grenzen erkunden - aber sie nicht überschreiten

    •    vor dem Training aufwärmen und die Muskeln sorgfältig dehnen

 

 

Praxistipp Nr. 5:

 

kardiovaskuläres training

Das gezielte Training von Herz und Kreislaufsystem ist sicherlich die wichtigste Aufgabe eines Fitnesstrainings. Dies ist keine Frage von Schönheit oder Stärke, sondern ein entscheidender Faktor in der Lebensdauer. Blutdruck, Zustand des Herzens und Cholesterinspiegel stehen alle in einem engen Zusammenhang mit der physischen Stärke des Körpers. Ein regelmäßiges Training wird in den meisten Fällen sehr schnell Verbesserungen in diesen Bereichen aufweisen.

Personal Fitness Gold Member

 

 

BDPT

Wir sind Mitglied im Bundesverband deutscher Personal Trainer.

 

Der Bundesverband Personal Training, BPT e.V., ist der einzige Berufsverband für Personal Trainer in Deutschland.

 

Er ist Sprachrohr und Interessensvertretung für seine Mitglieder, bundesweit.

 

Er setzt sich für Qualitätssicherung und Weiterentwicklung des Berufsfeldes ein.

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